GoodWeave-Standard

Neben der Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit berücksichtigt der neue GoodWeave-Standard auch soziale und ökologische Kriterien für zertifizierte Teppiche.

Informationen unter: www.goodweave.net/standard-development

Kriterien

In den Teppichfabriken dürfen keine Kinder unter 15 Jahren beschäftigt werden; ihre Mithilfe bei Heimarbeit ist stark begrenzt und darf nicht auf Kosten der Schulausbildung gehen. Für erwachsene Angestellte werden sichere und hygienische Arbeitsbedingungen sowie angemessene Löhne und Arbeitszeiten gefordert. Die Gesundheits- und Umweltschutz- maßnahmen in den Teppichfabriken werden von GoodWeave regelmäßig kontrolliert.

 

GoodWeave beruft sich bei der Festsetzung der Altersgrenze auf die ILO Konvention 138 und berücksichtigt abweichende nationale Gesetzgebungen, solange diese eine Untergrenze von 14 Jahren nicht unterschreiten.

GoodWeave International e.V. (Deutschland)

GoodWeave International e.V. ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Bekämpfung von ausbeuterischer Kinderarbeit in der Teppichindustrie in Südasien. Sitz der NGO in Deutschland ist Köln - Adresse siehe Impressum. Das Gütesiegel auf von GoodWeave-Lizenznehmern angebotenen Teppichen garantiert dem Käufer weltweit, dass diese frei von Kinderhand und unter sozialverträglichen Bedingungen geknüpft sind. Dies wird durch GoodWeave-Inspektoren gewährleistet, die regelmäßig unangekündigte Kontrollen bei den Lizenznehmern vor Ort durchführen, welche durch die Außenstellen von GoodWeave in Südasien koordiniert werden. Die Auswahl der zu kontrollierenden Betriebe wird per Zufallsgenerator ermittelt. Konkret ist GoodWeave in Indien und dem Nepal tätig, seit 2012 ist auch Afghanistan Teil des Programms. Die Initiative existiert seit 1995 (damals noch von GoodWeaves Vorgängerorganisation Rugmark mitbegründet) und wurde von Regierungs- wie Nichtregierungsorganisationen, z.B. der GTZ (heute GIZ) und Hilfswerken wie UNICEF und dem Teppichhandel in den USA ins Leben gerufen.

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GoodWeave-Importeure und Exporteure bezahlen Lizenzgebühren. Mit diesen finanziert GoodWeave die Inspektionen sowie Sozial- und Umweltprojekte in den Herkunftsländern der Teppiche.

Wie Sie sich engagieren können

Jeder kann GoodWeave darin unterstützen, Kinderarbeit zu bekämpfen und den Teufelskreis der Armut für immer zu durchbrechen: Das nächste Mal, wenn Sie einen neuen Teppich kaufen, der aus Indien oder Nepal stammt, sagen Sie Ihrem Händler oder Innenausstatter, dass Sie nur einen Teppich mit dem GoodWeave-Siegel kaufen möchten.

Achten Sie auf das Siegel - ein goldener Knoten auf blauem Grund!